Die EVP lehnt die Bausparinitiative ab, weil sie ungerecht ist und nur in ganz wenigen Fällen dazu führt, dass jemand bauen kann, der es sich sonst nicht hätte leisten können.
Von Maja Ingold, Nationalrätin
Die Bausparinitiative will steuerlich abzugsfähige Bauspareinlagen einführen für den erstmaligen Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum und zur Finanzierung von Energiespar-und Umweltschutzmassnahmen. Für beide Zwecke sollen Einlagen je einmal während längstens zehn Jahren angespart werden können. So weit, so gut. Die EVP teilt das Anliegen, das Wohneigentum in der Schweiz zu fördern. Doch die Bausparinitiative ist aus den folgenden Gründen das falsche Instrument:
Für die EVP ist klar: Das Bausparen ist nicht zielführend, verursacht Steuerausfälle und schafft neue Ungerechtigkeiten. Es verhilft nur wenigen Menschen zu Wohneigentum, die es sich andernfalls nicht leisten könnten. In Übereinstimmung mit dem Bundesrat, welcher die Initiative ablehnt, haben die EVP-Delegierten am 3. Dezember in Langenthal mit 78 zu 17 Stimmen eine klare Nein-Parole zur Bausparinitiative beschlossen.